Besuch im Fundmagazin der Stadtarchäologie Münster
Dienstag, 15. September 2026, 17.00 Uhr
In diesem Jahr kann die Stadtarchäologie Münster auf ihr 25-jähriges Jubiläum zurückblicken und ermöglicht dem Verein einen Einblick in ihr Fundmagazin in der Speicherstadt in Münster-Coerde. Hier werden Funde nicht nur fachgerecht gelagert, sondern auch gereinigt, dokumentiert, katalogisiert und so für eine spätere wissenschaftliche Bearbeitung aufbereitet.
Die Funde aus den zahlreichen Ausgrabungen und Baustellenbeobachtungen, die seit 2001 durchgeführt wurden, stammen aus nahezu allen Epochen der Menschheitsgeschichte und erzählen in ihrer Form, ihrer Materialität und ihrem Erhaltungszustand Geschichten von Menschen aus Zeiten, lange bevor es Schriftquellen gab, oder von Menschen, die von keiner Schriftquelle erfasst wurden. Es ist der Wert jeder Information, die daraus gewonnen werden kann, die selbst unscheinbare, wenig wertvoll erscheinende Fragmente bedeutsam für die Beantwortung von Fragen nach der Lebensweise der Menschen in der Vergangenheit macht.
WANN und WO: Die Führung beginnt um 17.00 Uhr, Treffpunkt ist der Eingang des Fundmagazins in Münster-Coerde,
An den Speichern 14 (Parkplätze gibt es hinter dem Gebäude)
Leitung: Dr. Jan Markus (Leiter der Stadtärchäologie Münster), Ute Buschmann (Verwalterin des Magazins), Claudia Holze-Thier
Teilnehmerzahl: maximal 15 Personen
Kosten: 5,00 (6,25 für Nichtmitglieder) pro Person
Bitte überweisen Sie das Geld mit der Anmeldung (s. Anmeldehinweise)
Anmeldeschluss: 07.09.2026
Hier können Sie das Programm inkl. der Anmeldehinweise herunterladen.
Abbildungen: Einblicke in das Fundmagazin (© Claudia Holze-Thier)
Führung durch das Traufenhaus an der Münstermauer in Rheine
Donnerstag, 30. September 2026
An der Straße „Münstermauer“ in Rheine hat sich mit dem „Neuen Hospital‘, dazugehöriger spätbarocker Bönekers-Kapelle und einem an die Stadtmauer gelehnten „Kleinen Bürgerhaus“ von 1580 trotz der Sanierungswut der 1970er Jahre ein bemerkenswertes Altstadtensemble erhalten.
Das Traufenhaus wurde in einem mehrjährigen Prozess unter der Trägerschaft des „Vereins Historische Altstadt Rheine e. V“ sachkundig auf seine alten Strukturen zurückgeführt. Besonderheiten sind u.a. eine im Haus liegende Viehrampe aus dem 19. Jahrhundert und der einzige in Rheine zugängliche Teil der Stadtmauer von ca. 1320.
Die Führung beginnt mit einer kurzen Besichtigung der Kapelle. Das Hauptaugenmerk liegt dann auf dem Mauerhaus. Angelika Pries und Stefanie Remberg haben als wissenschaftliche Begleitung die Geschichte des Hauses und seiner Bewohner erforscht und möchten den Besuchern gerne „ihren Schatz“ mit seinen vielen spannenden Details erklären.
Abbildung: Traufenhaus in Rheine
WANN und WO: 16.00 Uhr, Münstermauer 27, 48431 Rheine (eigene Anreise)
Dauer: ca. 1,5 Stunden
Kosten: 5 € pro Person (6,25 € für Nichtmitglieder) Bitte vor Ort bereithalten und an Frau Pries übergeben.
Leitung: Angelika Pries (Stadtführerin), Stefanie Remberg (ehrenamtliche Denkmalpflegerin)
Teilnehmerzahl: maximal 15 Personen
Anmeldeschluss: 18.09.2026
Geschichte persönlich
Hilfe, ein Hakenkreuz!
Im Rahmen der Veranstaltung „Hilfe, ein Hakenkreuz!“ laden wir Mitglieder des Vereins für Geschichte und Altertumskunde zu einem Gesprächsnachmittag ein, die im Nachlass von Eltern oder Großeltern oder auch nur auf dem Dachboden Gegenstände und/oder Hinweise mit nationalsozialistischem Hintergrund gefunden haben. Ob Dokumente, Bücher, Orden, Parteiabzeichen oder zunächst unscheinbare „harmlose“, oft ‚kindgerechte‘ Winterhilfsabzeichen: Gemeinsam wollen wir darüber sprechen, was diese Objekte für die Geschichte der eigenen Familie oder im Nahumfeld bedeuten können und welche Fragen sie für uns heute aufwerfen. Auch wenn es keine materiellen Hinterlassenschaften in der Familie mehr gibt, kann das Thema jedoch plötzlich aktuell werden: Was bedeutet es zum Beispiel, wenn in den nun veröffentlichten Mitgliedslisten der NSDAP der Name des Großvaters auftaucht?
Die mitgebrachten Objekte können mit ihren Themen (z.B. NS-Mitgliedschaften oder Ariernachweise) vor Ort von Expertinnen und Experten begutachtet, kommentiert und zur Diskussion gestellt werden. Außerdem werden rechtliche Fragen besprochen und Anregungen für eine fachgerechte Aufbewahrung oder gegebenenfalls Entsorgung gegeben.
WANN und WO: Freitag, den 27.11.2026, 16 Uhr
Besprechungsraum Landesarchiv NRW, Abteilung Westfalen, Bohlweg 2, 48147 Münster
Leitung: Prof. Dr. Mechtild Black-Veldtrup, Dr. Alexandra Bloch Pfister, Dr. Christoh Spieker, Dr. Bernd Thier
Kosten: die Teilnahme ist kostenfrei
Anmeldung unter: ralf.schmeing-altertumsverein@lwl.org oder christine.schedensack@lwl.org oder 01251-5915694


